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<title>Stiftung Scheuern</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Stiftung Scheuern</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><table class="toccolours infobox float-right toptextcells vorlage-infobox-unternehmen" style="font-size:90%; max-width:25em; margin-top:0;" summary="Infobox Unternehmen">

<tbody><tr>
<th colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="font-size:110%;">Stiftung Scheuern
<p class="mw-empty-elt">
</p>
</th></tr>
<tr>
<td colspan="2" class="notheme" style="background:#f8f9fa; color:#202122; padding:1em 0;">
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Rechtsform" title="Rechtsform">Rechtsform</a>
</td>
<td><a href="Stiftung" title="Stiftung">Stiftung</a> bürgerlichen Rechts
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Gr%C3%BCndung_(Recht)" title="Gründung (Recht)">Gründung</a>
</td>
<td><a href="1850" title="1850">1850</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Sitz_(juristische_Person)" title="Sitz (juristische Person)">Sitz</a>
</td>
<td><a href="Nassau_(Lahn)" title="Nassau (Lahn)">Nassau</a>-<a href="Scheuern_(Nassau)" title="Scheuern (Nassau)">Scheuern</a>, <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Unternehmensf%C3%BChrung" title="Unternehmensführung">Leitung</a>
</td>
<td>Pfarrer Gerd Biesgen
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Mitarbeiter" title="Mitarbeiter">Mitarbeiterzahl</a>
</td>
<td>ca. 1200
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;"><a href="Wirtschaftszweig" title="Wirtschaftszweig">Branche</a>
</td>
<td><a href="Behindertenhilfe" title="Behindertenhilfe">Behindertenhilfe</a>
</td></tr>
<tr>
<td style="font-weight:bold;">Website
</td>
<td><a rel="nofollow" class="external text" href="https://stiftung-scheuern.de/">Offizielle Website der Stiftung Scheuern</a>
</td></tr></tbody></table><div class="editoronly" style="display:none;"></div>


<p>Die <b>Stiftung Scheuern</b> ist eine diakonische Einrichtung der <a href="Behindertenhilfe" title="Behindertenhilfe">Behindertenhilfe</a>. Sie betreut Menschen mit <a href="Geistige_Behinderung" title="Geistige Behinderung">geistiger Behinderung</a>, erworbener Hirnschädigung und <a href="Psychische_Erkrankung" class="mw-redirect" title="Psychische Erkrankung">psychischer Erkrankung</a>. Diese Personengruppen unterstützt die Stiftung Scheuern mit vielfältigen Leistungen, die von individuellen Wohnformen über Bildung und Qualifizierung bis hin zu Arbeitsplätzen sowohl in <a href="Werkstatt_f%C3%BCr_behinderte_Menschen" title="Werkstatt für behinderte Menschen">Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)</a> als auch in Unternehmen der regionalen Wirtschaft reichen. Auch die therapeutische Begleitung von Menschen mit Behinderung, Angebote zu ihrer Tages- und Freizeitgestaltung, die Gastbetreuung im Rahmen einer Verhinderungspflege und vieles mehr zählen zu ihren Schwerpunkten.
</p><p>Der Hauptsitz der Stiftung Scheuern, dessen Gebäude teilweise unter Denkmalschutz stehen, befindet sich im <a href="Nassau_(Lahn)" title="Nassau (Lahn)">Nassauer</a> Stadtteil <a href="Scheuern_(Nassau)" title="Scheuern (Nassau)">Scheuern</a>. Dazu kommen zahlreiche weitere Wohnhäuser in der Region Rhein-Lahn-Westerwald. Die Stiftung Scheuern ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie ist Mitglied in der <a href="Diakonie_Deutschland" title="Diakonie Deutschland">Diakonie Hessen</a> und im Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB). Sie hat circa 1200 Mitarbeiter.
</p><p>Die wechselvolle Geschichte der Stiftung Scheuern reicht zurück bis zur Gründung 1850, wobei einzelne Gebäude deutlich älter sind. In der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> diente die Stiftung Scheuern als einzige Anstalt der <a href="Innere_Mission" title="Innere Mission">Inneren Mission</a> als Zwischenanstalt für die <a href="NS-T%C3%B6tungsanstalt_Hadamar" class="mw-redirect" title="NS-Tötungsanstalt Hadamar">NS-Tötungsanstalt Hadamar</a>, wobei ihre Übernahme einen Präzedenzfall darstellte. Für über 1500 Menschen war sie die letzte Station vor ihrer Ermordung. 153 Menschen kamen in dieser Zeit in den Anlagen der Stiftung Scheuern selbst ums Leben. Die <a href="Nachkriegszeit_in_Deutschland" title="Nachkriegszeit in Deutschland">Nachkriegszeit</a> bis in die 1980er Jahre war geprägt vom geänderten gesellschaftlichen Umgang mit behinderten Menschen. Die bewusste Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit setzte erst Mitte der 1990er Jahre ein. Strukturelle Veränderungen haben bis zur Gegenwart stattgefunden.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lage_und_Beschreibung">Lage und Beschreibung</h2></div>


<p>Die Kernanlage der Stiftung Scheuern liegt in dem südlich an die Stadt Nassau angrenzenden Stadtteil Scheuern im <a href="M%C3%BChlbach_(Lahn)" title="Mühlbach (Lahn)">Mühlbachtal</a> mit den umliegenden Wäldern und der <a href="Burg_Nassau" title="Burg Nassau">Burg Nassau</a>. Aufgrund der Größe der Anlage dominiert die Einrichtung das Ortsbild Scheuerns.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Norden und Osten begrenzt der Mühlbach das Gelände der Einrichtung, in die man über eine Brücke gelangt. Die Anlage der Stiftung dehnt sich von einem Tal im Nordosten bis auf einen Höhenzug im Westen aus. Im Süden begrenzen die <i>Friedhofstraße</i> und die Straße <i>Am Schimmerich</i> die Anlage.
</p><p>Kern der Anlage ist ein <a href="Karree_(Architektur)" class="mw-redirect" title="Karree (Architektur)">Karree</a> mit dem <i>Haus am Bach</i>, dem <i>Haus Bodelschwingh</i>, dem <i>Weißen Haus</i>, dem <i>Schlösschen</i>, dem <i>Alten Haus</i> und dem Casino (mit Zentralküche), den ältesten Gebäuden. Sie stehen unter <a href="Denkmalschutz" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a>.
</p><p>Außerhalb des Zentralbereichs befinden sich weitere wesentliche Bestandteile der Stiftung Scheuern. Dies sind am Standort <a href="Nassau_(Lahn)" title="Nassau (Lahn)">Nassau</a> das Wohnheim Lahnberg mit insgesamt sechs Häusern, das Wohnhaus Neuzebachweg, das in der Stadtmitte gelegene Wohnhaus Gerhart-Hauptmann-Straße, ein Geschäft für Orthopädie-Schuhtechnik sowie die <a href="Werkstatt_f%C3%BCr_behinderte_Menschen" title="Werkstatt für behinderte Menschen">Werkstatt für behinderte Menschen</a> (WfbM) im Mühlbachtal. Am Standort <a href="Singhofen" title="Singhofen">Singhofen</a> ist die Stiftung mit einer weiteren Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vertreten. In <a href="Bad_Ems" title="Bad Ems">Bad Ems</a> unterhält sie das Elmar-Cappi-Haus, bei dem es sich um ein Wohnhaus für Menschen mit erworbener Hirnschädigung handelt, sowie ein Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung, eine Beratungsstelle für Menschen mit psychischer Erkrankung, einen Berufsintegrationsservice, ein Montage- und Dienstleistungszentrum mit Druckerei und einen <a href="Eine-Welt-Laden" class="mw-redirect" title="Eine-Welt-Laden">Eine-Welt-Laden</a>. Am Standort <a href="Nast%C3%A4tten" title="Nastätten">Nastätten</a> befinden sich zwei Wohnhäuser für Menschen mit Behinderung und ein Eine-Welt-Laden, am Standort <a href="Laurenburg" title="Laurenburg">Laurenburg</a> ein Wohnhaus und eine Tagesförderstätte und am Standort <a href="Hillscheid" title="Hillscheid">Hillscheid</a> ein <a href="CAP_(Markt)" title="CAP (Markt)">CAP-Markt</a>, der unter anderem sechs Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bietet. Hinzu kommt das Hofgut Mauch in <a href="Misselberg" title="Misselberg">Misselberg</a>, ein Obstbaubetrieb mit integriert-kontrolliertem Anbau.
</p>
<ul class="center gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das <i>Haus am Bach</i> von der Zufahrt zum Gelände her gesehen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das <i>Weiße Haus</i></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die <i>Langauer Mühle</i> ist eine Werkstatt für behinderte Menschen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das <i>Haus Lahnberg</i> (bis Januar 2012 <i>Karl-Todt-Haus</i>)</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisation">Organisation</h2></div>
<p>Die Stiftung Scheuern ist eine Einrichtung der <a href="Behindertenhilfe" title="Behindertenhilfe">Behindertenhilfe</a>. Sie unterbreitet Angebote im Sinne von Assistenz, Begleitung und Förderung, die sich am individuellen Hilfebedarf orientieren. Zur Qualitätssicherung kommt dabei das Verfahren zur <a href="Gestaltung_der_Betreuung_von_Menschen_mit_Behinderung" title="Gestaltung der Betreuung von Menschen mit Behinderung">Gestaltung der Betreuung von Menschen mit Behinderung</a> (GBM) zur Anwendung.<sup id="cite_ref-GBMinScheuern_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-GBMinScheuern-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Stiftung Scheuern setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und ein selbstbestimmtes Leben führen.
Die Stiftung Scheuern ist Mitglied im <i>Diakonischen Werk Hessen und Nassau e.&nbsp;V.</i>, im <i>Bundesverband der Evangelischen Behindertenhilfe</i> sowie im <i>Bundesverband Stiftungen</i>.
Sie bietet 650 differenzierte Wohnplätze, ergänzt durch ambulante Angebote wie das Betreute Wohnen. In der <i>Langauer Mühle</i>, Werkstatt für behinderte Menschen, werden circa 180 Arbeits- und Ausbildungsplätze angeboten. In der Tagesförderstätte werden Menschen betreut, die durch Art und Schwere ihrer Behinderung nicht in einer Werkstatt für behinderte Menschen tätig sein können.
</p><p>Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Stiftung Scheuern ist seit 1977 staatlich anerkannt und seither eine wirtschaftlich selbständige Einrichtung innerhalb der Stiftung.
</p><p>In den Werkstätten der verschiedenen Standorte finden rund 430 Menschen angemessene Beschäftigung im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben. Zum Teil haben die Beschäftigten ihren Lebensmittelpunkt in den Wohnangeboten der Stiftung; andere suchen ihren Arbeitsplatz als Pendler auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Gründung_als_Rettungshaus_für_verwahrloste_streunende_Buben"><span id="Die_Gr.C3.BCndung_als_Rettungshaus_f.C3.BCr_verwahrloste_streunende_Buben"></span>Die Gründung als <i>Rettungshaus für verwahrloste streunende Buben</i></h3></div>


<p>Die Mitte des 19. Jahrhunderts war geprägt von den <a href="Industrielle_Revolution#Sozialer_Wandel_und_politische_Folgen" title="Industrielle Revolution">sozialen und gesellschaftlichen Umbrüchen der Industrialisierung</a>. Die klassischen Familienverhältnisse zerbrachen, traditionelle Dorfgemeinschaften lösten sich auf. Als Folge waren viele Kinder und Jugendliche mit Armut und Obdachlosigkeit konfrontiert. Einige Städte gründeten Rettungshäuser, um diesen „verwahrlosten Knaben“ ein Heim anzubieten und sie dort zu „tüchtigen Bürgern“ aufzuziehen.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._162_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._162-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Besonderen Anteil an der Gründung des Rettungshauses hatten der <a href="Evangelisch" title="Evangelisch">evangelische</a> <a href="Kaplan" title="Kaplan">Kaplan</a> Burchardi, der Lehrer Reichard und Gräfin Henriette von <a href="Giech" class="mw-disambig" title="Giech">Giech</a>. Letztere war eine Tochter des <a href="Freiherr_vom_und_zum_Stein" class="mw-redirect" title="Freiherr vom und zum Stein">Reichsfreiherrn vom und zum Stein</a> und wurde von Burchardi für seinen Plan der Gründung eines Rettungshauses etwa zwei Jahre nach dem 1848 abgehaltenen <i> <a href="Deutscher_Evangelischer_Kirchentag_(1848%E2%80%931872)" title="Deutscher Evangelischer Kirchentag (1848–1872)">1. Wittenberger Kirchentag</a></i> gewonnen. Entscheidend für die Geschichte der Heime Scheuern war dieser Kirchentag, da <a href="Johann_Hinrich_Wichern" title="Johann Hinrich Wichern">Johann Hinrich Wichern</a> dort einen Vortrag hielt und für die Gründung von Rettungshäusern warb. Beeindruckt von diesem Vortrag betrieb Burchardi die Gründung eines solchen Hauses in Nassau. Aus Wicherns Vortrag resultierte 1848 ferner die Gründung des <i>Centralausschusses für Innere Mission</i>, einer Dachorganisation für viele vergleichbare Organisationen und Initiativen.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._162_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._162-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es gründete sich ein Verein mit dem Ziel, das Rettungshaus einzurichten und zu betreiben und dafür Spenden zu sammeln. Der Lehrer H. Reichard, ein Freund Burchardis, stellte sein Schulhaus in <a href="H%C3%B6mberg" title="Hömberg">Hömberg</a><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als Unterkunft zur Verfügung, in das am 18. Oktober 1850 der erste Junge einzog.
</p><p>Schon im Folgejahr ermöglichte Gräfin von Giech den Umzug des Rettungshauses in das <a href="Schloss_Langenau_(Rheinland)" title="Schloss Langenau (Rheinland)">Schloss Langenau</a> zwischen <a href="Obernhof" title="Obernhof">Obernhof</a> und <a href="Nassau_(Lahn)" title="Nassau (Lahn)">Nassau</a>. Die notwendigen Baumaßnahmen hatte <a href="Eduard_Zais" title="Eduard Zais">Eduard Zais</a> geleitet.
</p><p>1865, zwanzig Jungen waren inzwischen im Rettungshaus beheimatet, starb die Gräfin von Giech. Im gleichen Jahr gelang es dem Verein, das <i>Schlösschen</i> in Scheuern mitsamt einer Mühle und einigem Grundbesitz zu erwerben. Das Schlösschen, Kerngebäude der Heime Scheuern, basiert auf einer kleinen Wasserburg, die 1596 für die Gräfin Maria von Nassau-Idstein als Witwensitz errichtet wurde. Von 1607 an bewohnte sie dieses Schloss.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Verein musste sich für diese Erwerbungen erheblich verschulden, was die Arbeit deutlich erschwerte. Der Vereinsvorstand bat Johann Hinrich Wichern um Hilfe. Dieser entsandte einen seiner erfahrensten Mitarbeiter nach Scheuern, Moritz Desiderius Horny.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._163_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._163-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vom_Rettungshaus_zur_Anstalt_für_Blödsinnige"><span id="Vom_Rettungshaus_zur_Anstalt_f.C3.BCr_Bl.C3.B6dsinnige"></span>Vom Rettungshaus zur <i>Anstalt für Blödsinnige</i></h3></div>
<table class="rahmenfarbe1 float-right" style="border-collapse:collapse; border-style:solid; font-size:90%; padding:0.4em; width:250px;">

<tbody><tr>
<th colspan="5" style="text-align:center; font-size:larger; background:#DDD; color:#202122;">Belegung der Heime Scheuern
</th></tr>
<tr style="font-size:90%; height:4px;">
<td style="padding:0 4px; min-width:0;">Jahr
</td>
<td style="padding:0 4px; min-width:0; text-align:right;">
</td>
<td style="width:100px;">
</td>
<td style="padding:0 4px; min-width:0; text-align:right;">
</td>
<td style="padding:0 4px; min-width:0; text-align:right;">Bewohner
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1850
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:1px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">1
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1855
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:2px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">20
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1875
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:5px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">52
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1880
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:11px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">115
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1886
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:20px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">200
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1895
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:27px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">274
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1910
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:32px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">323
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1930
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:60px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">602
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1931
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:71px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">719
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1937
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:77px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">778
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1945
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:35px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">350
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1965
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:85px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">854
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1970
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:87px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">873
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1975
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:65px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">657
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1980
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:64px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">642
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2" style="padding-right:0.4em; padding-left:0.4em">1985
</td>
<td style="border-left:solid 1px silver; border-right:solid 1px silver; border-top:1px solid #fff;"><div style="background: green; color:inherit; width:63px; overflow:hidden">&nbsp; </div>
</td>
<td colspan="2" style="min-width:3em; padding-left:0.4em; text-align:right">634
</td></tr>
<tr>
<td colspan="5" style="padding:4px;">Quellen: <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i>,<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Heime Scheuern 1963–1987</i><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr></tbody></table>

<p>Von 1863 an fungierte Horny als Hausvater. Unter dem Eindruck, dass sich im Regierungsbezirk <a href="Wiesbaden" title="Wiesbaden">Wiesbaden</a> einige Rettungshäuser entwickelt hatten und faktisch ein Überangebot vorlag, es aber keine einzige Einrichtung für geistig behinderte Menschen gab, wurde die Ausrichtung der Einrichtung verändert.
</p><p>Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts stand im Zeichen eines sozialen Umbruchs. So wuchs infolge von <a href="Urbanisierung" title="Urbanisierung">Landflucht</a> im Zeitraum zwischen 1871 und 1910 die Bevölkerung <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurts</a> um 355&nbsp;%, <a href="Wiesbaden" title="Wiesbaden">Wiesbadens</a> um 207&nbsp;% und <a href="Offenbach_am_Main" title="Offenbach am Main">Offenbachs</a> um 148&nbsp;%.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die meist am <a href="Existenzminimum" title="Existenzminimum">Existenzminimum</a> lebenden Arbeiterfamilien bedeutete die Unterbringung behinderter Familienmitglieder in einer Anstalt eine erhebliche Erleichterung, zumal durch die Änderung des <i>Unterstützungswohnsitzgesetzes</i> ab 1892 der <a href="Landeshauptmann" title="Landeshauptmann">Landeshauptmann</a> die Kosten der Unterbringung übernahm.
</p><p>Von 1869 an wurden als Aufgaben festgelegt, zum einen „bildungsfähige Blödsinnige“ zu erziehen und zu heilen, zum anderen „bildungsunfähige Blödsinnige“ zu pflegen und zu verwahren. Explizit wurde in den Statuten von 1872 festgehalten, dass es sich bei den Heimen Scheuern um eine evangelische Einrichtung handelte und sich daher alle Mitarbeiter auch zur evangelischen Konfession bekennen mussten. Demgegenüber wurden auch Zöglinge anderer Konfessionen aufgenommen, die gemäß ihrer Konfession religiös unterwiesen wurden.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._163_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._163-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entschuldung_und_Ausbau">Entschuldung und Ausbau</h3></div>

<p>Eine besondere Leistung Hornys war die Entschuldung der Anstalt, die von 1878 auch einen eigenen Anstaltsarzt beschäftigte. Gleichzeitig wurde sie kontinuierlich erweitert. Zwischen 1870 und 1886 wurden 1225 Aufnahmeanträge gestellt, von denen 807 aufgrund von Platz- und Personalmangel abgelehnt werden mussten. Um dieser Nachfrage zu begegnen, wurden 1875 das <i>Knabenhaus</i> (heute <i>Altes Haus</i>) und 1888 die <i>Langauer Mühle</i> hinzugekauft. Auch Neubauten wurden veranlasst: 1886 das <i>Mädchenhaus</i> (heute <i>Weißes Haus</i>) und 1895 das <i>Rote Haus</i> (heute <i>Haus Bodelschwingh</i>).<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._164_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._164-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Parallel hierzu wurden Arbeits- und Werkstätten eingerichtet, die sowohl zu schulischen als auch zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt werden konnten. Unter anderem gab es eine Schreinerei, eine Korbflechterei, eine Schneiderei, eine Strohflechterei und eine Bäckerei. Auch Viehzucht und Landwirtschaft waren ein wesentlicher Faktor der wirtschaftlichen Basis der Heime Scheuern.
</p><p>Entscheidend für die Heime Scheuern wie auch für viele andere Anstalten vergleichbarer Art war die Änderung des <i>Unterstützungswohnsitzgesetzes</i> ab 1892, da von diesem Zeitpunkt an der Landeshauptmann die Kosten der Unterbringung behinderter Familienmitglieder übernahm. Dies festigte die wirtschaftliche Basis deutlich und machte die Anstalt unabhängiger von Spenden.
</p><p>Verstärkter staatlicher Kontrolle war ab Beginn des 20. Jahrhunderts der Schulbetrieb ausgesetzt. 1902 wurde erstmals ein Lehrplan ausgearbeitet, wie er regierungsseitig gefordert wurde. Von 1905 an wurde der Name <i>Anstalt Scheuern</i> verwendet.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._164_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._164-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Erste_Weltkrieg_und_die_Folgejahre">Der Erste Weltkrieg und die Folgejahre</h3></div>
<p>Die Jahre des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a> von 1914 bis 1918 waren sehr schwierig, da die öffentlichen Zuschüsse drastisch sanken, während die Kosten für die Nahrungsmittelversorgung stiegen. Die Existenz der Anstalt war trotz der Aufnahme von Krediten gefährdet. Mangelernährung herrschte vor und die Sterblichkeitsrate der Bewohner stieg deutlich.
</p><p>Von 1919 an nannte sich die Anstalt <i>Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache Scheuern</i>. Da im Krieg die Belegung des Heims stark zurückgegangen war, wurde 1920 in der <i>Langauer Mühle</i> ein Kindererholungsheim für die Stadt <a href="Offenbach_am_Main" title="Offenbach am Main">Offenbach</a> eingerichtet. 1927 zog dieses Erholungsheim auf den Lahnberg um. Am 29. Oktober 1920 verstarb Direktor Karl Todt. Die Leitung übernahm sein Sohn Karl Todt jun.
</p><p>1928 wurde der erste ausgebildete Sonderschullehrer eingestellt. Die Anstalt gliederte sich 1931 in vier Bereiche: das Heim für schwer erziehbare Kinder, das <i>Pflegeheim Langau</i> für ältere Behinderte, die <i>Bildungsanstalt für geistig zurückgebliebene und epileptische Knaben und Mädchen</i> mit Schule, Werkstätten und dem landwirtschaftlichen Lehrlingsheim am Hof Mauch und dem Erholungsheim auf dem Lahnberg.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Heime_Scheuern_im_Nationalsozialismus">Die Heime Scheuern im Nationalsozialismus</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Entkonfessionalisierung_und_Gleichschaltung">Entkonfessionalisierung und Gleichschaltung</h4></div>
<p>Als Einrichtung der Inneren Mission war der unmittelbare Zugriff der staatlichen Stellen auf die Anstalt Scheuern vorerst nicht möglich. Während andere Anstalten wie beispielsweise der <a href="Kalmenhof" title="Kalmenhof">Kalmenhof</a> in <a href="Idstein" title="Idstein">Idstein</a> sehr rabiat und schnell übernommen wurden, dauerte dies bei den Einrichtungen der Inneren Mission länger. Trotzdem war der Einfluss des <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> auch schon in der Zeit vor der faktischen Übernahme zu spüren. <a href="Zwangssterilisation" title="Zwangssterilisation">Zwangssterilisationen</a> wurden durchgeführt, Wehrsportübungen und freiwillige Arbeitsdienste organisiert; die Erziehungsarbeit richtete sich nach dem Vorbild eines Arbeitslagers, die Strafen für Verstöße gegen die Anstaltsordnung nahmen deutlich zu.
</p><p>1937 meldete Landeshauptmann <a href="Wilhelm_Traupel" title="Wilhelm Traupel">Wilhelm Traupel</a>, Vorsitzender des <i>Landesfürsorgeverbandes</i>, den Anspruch auf die Führerschaft aller Einrichtungen an, in denen Menschen auf Kosten seiner Behörde untergebracht waren. Als er in der Anstalt Scheuern auf Widerstand traf, drohte er damit, ein der Anstalt gewährtes Darlehen zu kündigen und alle Bewohner zu verlegen, deren Unterbringung seine Behörde bezahlte. Eine solche Maßnahme hätte wahrscheinlich den wirtschaftlichen Ruin der Anstalt Scheuern bedeutet.
Es wurde eine neue Satzung, basierend auf dem <a href="F%C3%BChrerprinzip" title="Führerprinzip">Führerprinzip</a>, verabschiedet, das Vorstandsgremium abgeschafft und durch einen Einzelvorstand, den Fürsorgereferenten und <a href="SS-Hauptsturmf%C3%BChrer" title="SS-Hauptsturmführer">SS-Hauptsturmführer</a> <a href="Fritz_Bernotat" title="Fritz Bernotat">Fritz Bernotat</a>, ersetzt. Anstaltsleiter blieb Karl Todt.
Geprägt war dieser Führungswechsel von der Entscheidung des Vorstandes der Anstalt, sich der Weisung des Centralausschusses zu widersetzen und eigenmächtig eine Satzungsänderung zu veranlassen. Todt begründete diese Entscheidung unter anderem mit dem Hinweis auf die finanzielle Abhängigkeit, den drohenden Verlust der Arbeitsplätze und Schaden für die Bewohner durch eine potentielle Entwurzelung.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vermutet wird, dass sich Todt, der im selben Jahr in die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> eintrat, von dieser Konstellation selbst auch Vorteile für seine persönliche Handlungsfreiheit versprochen hatte.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit den Heimen Scheuern wurde so ein Präzedenzfall geschaffen, der den <i>Centralausschuss der Anstalten der Innern Mission</i> dazu veranlasste anzuweisen, dass künftig die Verhandlungen mit den Behörden durch den Centralausschuss zu führen seien. Gleichartige Übernahmen konnten so an den Anstalten <a href="Hephata_(Schwalmstadt)" title="Hephata (Schwalmstadt)">Hephata</a> in <a href="Treysa" title="Treysa">Treysa</a> und <a href="Nieder-Ramstadt" title="Nieder-Ramstadt">Nieder-Ramstadt</a> verhindert werden, auch wenn dies mit ausgeprägten wirtschaftlichen Verlusten durch den Abzug der staatlich untergebrachten Kranken verbunden war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zwangssterilisationen">Zwangssterilisationen</h4></div>
<p>Schon vor der „<a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtergreifung</a>“ der Nationalsozialisten und der Einführung des <a href="Gesetz_zur_Verh%C3%BCtung_erbkranken_Nachwuchses" title="Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses">Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses</a> (GzVeN) forderten auch Ärzte konfessioneller Anstalten ein Gesetz, das die Sterilisierung bestimmter behinderter Menschen erlaubte. Zu diesen gehörten auch Anstaltsarzt Anthes und Direktor Todt.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wie freudig begrüßten wir, die wir seit 83 Jahren an den geistesschwachen und epileptischen Menschenkindern nach dem Auftrag unseres Heilandes arbeiten, die rassepflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die sind, die Übel von den Wurzeln an zu bekämpfen […] Deshalb begrüßen wir das Gesetz über die Sterilisierung, das heißt Unfruchtbarmachung zum Zwecke der Verhütung erbkranken Nachwuchses, an dessen Grundlagen wir mit unseren Erfahrungen mitbauen durften […] Wenn auch der Erfolg dieser Maßnahmen sich erst in Generationen auswirken wird, so danken wir es dem Führer aus tiefster Erkenntnis, dass er mit seinen Gesetzen Saat auf Hoffnung sät, aus der ein gesundes großes Deutsches Volk erwachsen möge. Gott wird dieses Wollen segnen, weil es getragen ist von der Liebe zum Nächsten!“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Karl Todt</span>: <cite style="font-style:normal">82. Jahresbericht vom 17. September 1933 der Heime Scheuern</cite><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Alles_Kranke_ist_Last_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Alles_Kranke_ist_Last-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Von 1934 an, also vor der faktischen Übernahme durch die nationalsozialistische Verwaltung, wurden in den Heimen Scheuern <a href="Zwangssterilisation" title="Zwangssterilisation">Zwangssterilisationen</a> durchgeführt. Mindestens 110 Bewohner wurden dabei in den Jahren 1934 bis 1938 geschädigt.<sup id="cite_ref-Wery_S._166_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wery_S._166-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über das Ausmaß an Zwangssterilisationen in den Folgejahren lassen sich wegen mangelhafter Aktenlage keine Aussagen mehr treffen. Zu vermuten ist einerseits, dass die Zahl der Zwangssterilisationen stark zurückgegangen war, und andererseits, dass die inzwischen eingeübte Praxis nicht mehr erwähnenswert erschien.<sup id="cite_ref-Wery_S._166_15-1" class="reference"><a href="#cite_note-Wery_S._166-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Dabei waren im Wesentlichen drei Krankenhäuser für die Sterilisationen zuständig: das Henrietten-Theresien-Stift in Nassau, das Diakonissenheim in <a href="Bad_Ems" title="Bad Ems">Bad Ems</a> und die Landesheilanstalt in <a href="Herborn" title="Herborn">Herborn</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Der_Zweite_Weltkrieg">Der Zweite Weltkrieg</h4></div>
<p>Der <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweite Weltkrieg</a> wirkte sich unmittelbar auf das Leben und den Alltag in Scheuern aus. So wurden Teile der Anstalt Scheuern im Krieg als Lazarett für verwundete deutsche Soldaten genutzt, was zu räumlicher Enge führte. Zudem wurde die Versorgung mit Nahrungsmitteln so desolat, dass einige Soldaten ihre Rationen mit den Heimbewohnern teilten, um deren Leid zu mindern.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit dem Fortschreiten des Krieges wurden mehr und mehr Heimbewohner in der Kriegsproduktion eingesetzt. Zöglinge arbeiteten unter anderem in der <a href="Nieverner_H%C3%BCtte" title="Nieverner Hütte">Nieverner Hütte</a>, bei <i>Gebrüder Lotz Wagen- und Karosseriebau</i> in <a href="Bad_Ems" title="Bad Ems">Bad Ems</a>, in der <i>Gitter- und Torefabrik Jean Holler</i> in Bad Ems, bei <a href="Buderus" title="Buderus">Buderus</a> in <a href="Staffel_(Limburg_an_der_Lahn)" title="Staffel (Limburg an der Lahn)">Staffel</a> und bei der <a href="Deutsche_Reichsbahn_(1920%E2%80%931945)" title="Deutsche Reichsbahn (1920–1945)">Reichsbahn</a> in <a href="Niederlahnstein" title="Niederlahnstein">Niederlahnstein</a>.<sup id="cite_ref-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 1./2. Februar sowie am 19. März 1945 wurde Nassau von schweren Luftangriffen getroffen. Zöglinge der Anstalt halfen bei der Bergung von vermissten Soldaten, die seinerzeit im Kurhaus untergebracht waren, das als Lazarett diente.<sup id="cite_ref-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44_17-1" class="reference"><a href="#cite_note-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Ende des Zweiten Weltkriegs kam für die Anstalt am 27. März 1945, als Truppen der <a href="United_States_Army" title="United States Army">US-Armee</a> von Süden über Scheuern nach Nassau vorstießen. Sie erschossen hierbei einen Pflegling, der gerade mit Grabarbeiten auf dem Friedhof beschäftigt war.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Getötete war einer derjenigen, die dem ersten Transport am 18. März 1941 entkommen konnten. Er war der letzte Tote in der Anstalt Scheuern während der Zeit des Nationalsozialismus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_Heime_Scheuern_als_Zwischenanstalt">Die Heime Scheuern als Zwischenanstalt</h4></div>

<p>Ab Ende 1939 wurden im Rahmen der <a href="Aktion_T-4" class="mw-redirect" title="Aktion T-4">Aktion T-4</a> verschiedene Heil- und Pflegeanstalten zu Tötungsanstalten umgebaut. Dort wurden „unnütze Esser“ unter anderem durch <a href="Gaskammer_(Massenmord)" title="Gaskammer (Massenmord)">Vergasen</a> massenhaft vernichtet. Die Anstalt Scheuern war Zwischenanstalt der <a href="NS-T%C3%B6tungsanstalt_Hadamar" class="mw-redirect" title="NS-Tötungsanstalt Hadamar">Tötungsanstalt Hadamar</a> wie u.&nbsp;a. auch die Anstalten in <a href="Rhein-Mosel-Fachklinik_Andernach" title="Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach">Andernach</a>, <a href="Vitos_Rheingau" title="Vitos Rheingau">Eichberg</a> in <a href="Eltville_am_Rhein" title="Eltville am Rhein">Eltville am Rhein</a>, das <a href="Klinikum_Weilm%C3%BCnster" class="mw-redirect" title="Klinikum Weilmünster">Klinikum Weilmünster</a> und der <a href="Kalmenhof" title="Kalmenhof">Kalmenhof</a> in <a href="Idstein" title="Idstein">Idstein</a>. In Hadamar wurden ab Januar 1941 Tötungen durchgeführt. Funktion der Zwischenanstalten war die „Zwischenlagerung“ der für Hadamar bestimmten Transporte. Das heißt, es sollte sichergestellt werden, dass nur so viele Opfer angeliefert wurden, wie unmittelbar darauf ermordet werden konnten. Sie wurden mit sogenannten <a href="Gekrat" class="mw-redirect" title="Gekrat">Gekrat</a>-Bussen und auch mit der Reichsbahn verlegt.
</p><p>Von Mitte 1940 an wurden auch an die Anstalt Scheuern Meldebögen zur Selektion verteilt, mit denen die Zöglinge erfasst wurden und die danach an den <i>Reichsausschuß zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden</i> zurückgeschickt wurden. Dort wurde dann über Leben und Tod entschieden.
Am 18. März 1941 erfolgte der erste Transport von 38 Menschen in die <a href="Landes-Heil-_und_Pflegeanstalt_Arnsdorf" class="mw-redirect" title="Landes-Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf">Anstalt Arnsdorf</a>. Ursprünglich war der Transport von 50 Menschen geplant. Als aber die Zusammenstellung erfolgte, stellte sich heraus, dass nur 23 verfügbar waren. So wurden ad hoc 15 weitere Menschen ausgewählt.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 31 dieser Menschen wurden schon wenige Tage nach ihrer Ankunft in die <a href="NS-T%C3%B6tungsanstalt_Pirna-Sonnenstein" class="mw-redirect" title="NS-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein">Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein</a> transferiert, wo sie vergast wurden. Ihre Tötung wurde sogar gefilmt.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis 23. Juli 1941 folgten neun weitere Transporte, allesamt mit dem Ziel Hadamar. Insgesamt wurden mit diesen Transporten 658 Menschen der Ermordung zugeführt. Während der Transport nach Arnsdorf und die ersten vier Transporte nach Hadamar ausschließlich Stammbewohner der Anstalt Scheuern umfassten, wurden mit den anderen fünf Transporten überwiegend sogenannte „Zwischenanstaltspatienten“ deportiert.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 24. August 1941 gab <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> die mündliche Weisung, die Aktion T-4 zu beenden und die „Erwachseneneuthanasie“ in den sechs Tötungsanstalten einzustellen. Diese Weisung beruhte auf den öffentlichen Protesten gegen diese Aktion. Die „<a href="Kinder-Euthanasie" title="Kinder-Euthanasie">Kinder-Euthanasie</a>“ wurde jedoch fortgesetzt, ebenso die dezentrale Tötung behinderter Erwachsener in einzelnen Heil- und Pflegeanstalten.
</p><p>In der Folge dieser Weisung gab es im Jahr 1942 nahezu keine Verlegungen in Scheuern, obwohl noch rund 300 <i>Zwischenpatienten</i> hier einquartiert waren. Anfang 1943 begannen die Verlegungen erneut.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bis 1945 wurden weitere 717 Menschen nach Hadamar transportiert, von denen 651 meist schon kurz nach ihrer Ankunft dort verstarben.
</p><p>In weiteren Anstalten wurden sogenannte <i><a href="Kinderfachabteilung" title="Kinderfachabteilung">Kinderfachabteilungen</a></i> eingerichtet. Im Bereich des <i>Bezirksverbands Hessen-Nassau</i> betraf dies die Anstalten <a href="Vitos_Rheingau" title="Vitos Rheingau">Eichberg</a> und <a href="Kalmenhof" title="Kalmenhof">Kalmenhof</a>. Getötet wurde nun nicht mehr durch Vergasungen, sondern durch Medikamentenvergiftungen und gezieltes Verhungern lassen. So ist für die Jahre 1943 bis 1945 bekannt, dass von 141 von Scheuern an den Kalmenhof verlegten Kindern 88 dort ums Leben kamen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aber auch in Scheuern selbst verstarben 153 Menschen aus den Zwischentransporten, von denen 129 auf dem lokalen Friedhof bestattet sind.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hunger, Kälte, medizinische Unterversorgung und lediglich notdürftige Betreuung waren die Ursachen für die hohe Sterblichkeit. Dokumentiert ist in diesem Zusammenhang in der Anstalt Scheuern auch die Verwendung eines sogenannten <i><a href="Sparsarg" title="Sparsarg">Klappsarges</a></i>, einer Sargkonstruktion, die aufgrund der Häufigkeit der Sterbefälle mehrfach Verwendung finden konnte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Widerstand">Widerstand</h4></div>
<p>Direktor Todt versuchte regelmäßig einige langjährige Bewohner der Heime vor dem Abtransport zu bewahren, indem er sie unter anderem in der Anstalt versteckte oder bei Bauern unterbrachte, die deren Arbeitskraft in der Erntezeit benötigten. Mehrfach wurden durch ihn Angehörige von Bewohnern vor einer anstehenden <a href="Deportation" title="Deportation">Deportation</a> gewarnt, sodass eine Entlassung vor der Abholung arrangiert werden konnte. Allerdings kam es in diesem Rahmen auch vor, dass Familien die Aufnahme der Zöglinge verweigerten. In einigen Fällen wurden Zöglinge sogar zu Anstaltsmitarbeitern gemacht, um die Deportation zu verhindern. Vom Transportleiter wurden in solchen Fällen aber häufig andere Bewohner zur Deportation ausgewählt.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Heute ist davon auszugehen, dass die <a href="Zentraldienststelle_T4" title="Zentraldienststelle T4">Zentraldienststelle T4</a> den Anstaltsleitern hier stillschweigend einen gewissen Handlungsspielraum einräumte. Durch dieses Zugeständnis wurde die Kooperation vieler Anstaltsleiter gefördert und offener Widerstand verhindert.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsache ist aber, dass in Scheuern selbst deutlich weniger Menschen starben als in anderen Anstalten vergleichbarer Größe, die Hadamar als Zwischenanstalt zugeordnet waren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nachkriegszeit">Nachkriegszeit</h3></div>
<p>Todt und Anthes wurden nach Kriegsende durch die französischen Besatzungsbehörden verhaftet. Es folgten zwei Verfahren, zunächst am <a href="Landgericht_Koblenz" title="Landgericht Koblenz">Landgericht Koblenz</a>, in der Berufung am <a href="Oberlandesgericht_Koblenz" title="Oberlandesgericht Koblenz">Oberlandesgericht Koblenz</a>. In diesen Verfahren wurden beide rechtskräftig freigesprochen. Erstinstanzlich hielt das Gericht fest, dass die beiden Angeklagten objektiv und subjektiv Schuld auf sich geladen hätten, ihr Handeln aber bestimmt war von dem Willen, noch größeres Unheil abzuwenden. Zweitinstanzlich wurde das Verstecken von Opfern als subversive Tätigkeit gegen die Verbrechen gewertet, während mehr nicht möglich gewesen sei.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Krieg wurde im Vorstand die weitere Ausrichtung der Anstalt grundlegend diskutiert. Die Frage war, ob man sich in der Erziehungsarbeit wieder an den evangelisch-christlichen Grundsätzen orientieren solle, oder ob allgemeine Wohlfahrtspflege betrieben werden solle. In der Satzung von 1947 wurde die Bindung an die <a href="Diakonie" title="Diakonie">Diakonie</a> und die <a href="Evangelische_Kirche" title="Evangelische Kirche">Evangelische Kirche</a> abschließend klar betont. Mit dieser Satzung wurde der Name <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> geprägt.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._167_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._167-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1956 wurde die mit 430 Plätzen seinerzeit in Rheinland-Pfalz größte Sonderschule für Lernbehinderte an den Heimen Scheuern eingeweiht, die <i>Wichernschule</i>. 1959 folgte die Einweihung des <i>Horny-Hauses</i>. Das Erholungsheim für Kinder auf dem Lahnberg wurde allerdings 1961 geschlossen.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._167_28-1" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._167-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 21. Februar 1962, ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau Marie, verstarb Karl Todt jun. im Alter von 75 Jahren.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Ära_Fischer"><span id="Die_.C3.84ra_Fischer"></span>Die Ära Fischer</h3></div>
<p>Am 1. Dezember 1963 trat Bernhard Fischer die Nachfolge von Werner Stöhr als Direktor an. Geprägt wurden die 1960er und 1970er Jahre in den Heimen Scheuern von den gesetzlichen Neuerungen, die in dieser Zeit in der Bundesrepublik bezüglich des Lebens und der Arbeit in Heimanlagen eingeführt wurden. Zu nennen sind hier das Heimgesetz, das Schwerbehindertengesetz, das <a href="Bundessozialhilfegesetz" title="Bundessozialhilfegesetz">Bundessozialhilfegesetz</a> und die Heim-Mindestbauverordnung. Definiert wurden unter anderem Mindeststandards in Bezug auf den Personalschlüssel und die allgemeine Wohnsituation. In den Heimen machte dies die Ausbildung zu qualifizierten Mitarbeitern notwendig, weswegen ab 1964 ein interner Ausbildungskurs angeboten wurde, der 1967 von der Ausbildung zum <a href="Heilerziehungspflege" title="Heilerziehungspflege">Heilerziehungshelfer</a> abgelöst wurde. Parallel wurden die Plätze reduziert.
1973 war so die Anzahl der Angestellten auf 310 gestiegen und hatte sich somit im Vergleich zu 1963 mit 158 Angestellten nahezu verdoppelt. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Heimbewohner von 847 auf 691.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1966 wurde erstmals eine <a href="Mitarbeitervertretung" title="Mitarbeitervertretung">Mitarbeitervertretung</a> gewählt.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1970 erfolgte eine weitere Umbenennung in <i>Heilerziehungs- und Pflegeheime Scheuern</i>.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kontinuierlich wurden die baulichen Anlagen erweitert und neue Wohnmöglichkeiten geschaffen. Von 1975 an wurde das <a href="Schloss_Laurenburg" title="Schloss Laurenburg">Schloss Laurenburg</a> als Wohnheim für ältere Menschen gepachtet. Umfangreiche Neubauten erfolgten 1967 mit dem <i>Buchardihaus</i> auf <i>Hof Mauch</i>, den Wohnheimen Lahnberg 1977 und den Wohnheimen am Schimmerich 1984.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In den 1970er Jahren fand eine erneute Profiländerung der Anstalt statt, da in Rheinland-Pfalz ein flächendeckendes System von Sonderschulen eingerichtet wurde. Entsprechend war ein starker Rückgang der Aufnahmeanträge von Kindern und Jugendlichen mit <a href="Lernbehinderung" title="Lernbehinderung">Lernbehinderungen</a> zu verzeichnen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit verlagerte sich so auf die Begleitung praktisch bildbarer und schwerstbehinderter Menschen.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._168_34-0" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._168-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In der Folge musste die <i>Wichernschule</i> 1985 geschlossen werden. Demgegenüber wurden umfangreich angemessene Arbeitsplätze geschaffen. 1982 wurde die <i>Langauer Mühle</i> mit 180 Arbeitsplätzen eingeweiht, 1994 folgte die Einweihung der WfbM in Singhofen. 1995 wurde das <i>Haus Rosengarten</i> eingeweiht.<sup id="cite_ref-Koppelmann_S._168_34-1" class="reference"><a href="#cite_note-Koppelmann_S._168-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufarbeitung_der_Vergangenheit">Aufarbeitung der Vergangenheit</h3></div>


<p>Bis zu einer bewussten Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und einem institutionalisierten Gedenken dauerte es in den Heimen Scheuern lange – länger als in den meisten vergleichbaren staatlichen oder diakonischen Anstalten.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vielmehr galten die Heime Scheuern in Forscherkreisen sogar ihre Vergangenheit betreffend als sehr verschwiegen. Verdeutlicht wird dies in den Aussagen von Ute Daub und <a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a> bei einem Symposium des <a href="Hessischer_Landtag" title="Hessischer Landtag">Hessischen Landtags</a> am 25. Oktober 1995.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bewusst verleugnet wurde die nationalsozialistische Vergangenheit indes nicht – sie wurde nur nicht thematisiert. So ging bereits eine Filmdokumentation von 1952/53 auf die Rolle der Heime Scheuern ein.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den 1960er Jahren wurden auf dem Friedhof Holzkreuze für die 130 Opfer aufgestellt, die in der Aufenthaltszeit in den Heimen starben und auf dem Friedhof begraben wurden. Diese Kreuze verrotteten allerdings mit der Zeit, wurden abgeräumt und nicht ersetzt.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab Mitte der 1980er Jahre mehrten sich Anfragen von Forschern zum Schicksal von nach ihrem Zwischenaufenthalt verlegten Patienten. Bei nachgewiesenem wissenschaftlichen Interesse gewährten die Heime Einsicht in ihre Hauptbücher. Allerdings teilte Direktor Fischer noch 1983 mit, dass die Anstalt nicht in besonderem Maß dem staatlichen Zugriff ausgesetzt war, auch wenn die Heime aufgrund der räumlichen Nähe zur Tötungsanstalt Hadamar mehrmals letzter Aufenthaltsort gewesen seien.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit dem Leitungswechsel 1987, als Herrmann Otto Fuchs von Bernhard Fischer die Leitung der Heime übernahm, änderte sich der Umgang mit der Vergangenheit. Dokumente wurden zusammengetragen, Filmaufnahmen für „Alles Kranke ist Last“ wurden genehmigt.<sup id="cite_ref-Alles_Kranke_ist_Last_14-1" class="reference"><a href="#cite_note-Alles_Kranke_ist_Last-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Rahmen einer Ausstellung zur Geschichte der Heime wurde in einem Kapitel auch auf die Euthanasieverbrechen eingegangen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weiteren Impuls erhielt die Aufklärungsarbeit 1997 durch den Fund der Prozessakten Karl Todts. Von nun an wurde gezielt geforscht, um den Weg zum Gedenken an die Opfer zu beschreiten. Dies umfasste unter anderem Zeitzeugengespräche mit überlebenden Bewohnern der Heime, eine Archivierung der vorliegenden Unterlagen, die Einrichtung einer Ausstellung und den Beschluss, im Jahr 1999 zur 150-Jahr-Feier ein Mahnmal für die Opfer der Euthanasie-Verbrechen aufzustellen.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von 1999 an wurden Fahrten zur <a href="NS-T%C3%B6tungsanstalt_Hadamar#Gedenkstätte_Hadamar" class="mw-redirect" title="NS-Tötungsanstalt Hadamar">Gedenkstätte in Hadamar</a> ein fester Bestandteil im Fortbildungsprogramm der Mitarbeiter der Heime Scheuern. Am 19. November 2000 wurde das im zentralen Gebäudekarree gelegene Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Euthanasie eingeweiht.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>An der Ecke Burgberg/Brückenstraße wurde im Januar 2011 von dem Kölner Künstler <a href="Gunter_Demnig" title="Gunter Demnig">Gunter Demnig</a> eine <a href="Stolpersteine" title="Stolpersteine">Stolperschwelle</a> in den Gehweg eingelassen. Sie trägt die Inschrift <i>Mehr als 1000 Menschen wurden von den Nationalsozialisten zwischen 1941 und 1945 aus der zur Zwischenanstalt umfunktionierten Landesanstalt Scheuern in andere ‚Heilanstalten‘ überwiesen und dort ermordet. Die meisten in Hadamar</i>.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vor dem Hintergrund der problematischen Stellung Karl Todts zur NS-Zeit, seiner Verantwortung für die Geschehnisse in Scheuern und auch seiner Äußerungen zur Zwangssterilisation hatte man sich seitens des Vorstands der Stiftung entschlossen, zum 27. Januar 2012 – dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – dem <i>Karl-Todt-Haus</i> wieder seinen ursprünglichen Namen <i>Haus Lahnberg</i> zu geben.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Umbruch_und_Neuausrichtung_für_die_Zukunft"><span id="Umbruch_und_Neuausrichtung_f.C3.BCr_die_Zukunft"></span>Umbruch und Neuausrichtung für die Zukunft</h3></div>
<p>Der von einem Pfarrer begangene <a href="Sexueller_Missbrauch" title="Sexueller Missbrauch">sexuelle Missbrauch</a> 2002 in den Heimen Scheuern wurde restlos aufgeklärt. Bei voller Geständigkeit wurde der Pfarrer zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt. Ein kirchliches <a href="Disziplinarrecht" title="Disziplinarrecht">Disziplinarverfahren</a> schloss sich an.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit 1997 werden alternative Wohnformen kontinuierlich ausgebaut. Derzeit unterhält die Stiftung Scheuern zwei dezentral gelegene Wohnhäuser in <a href="Bad_Ems" title="Bad Ems">Bad Ems</a>, von denen eines auf Menschen mit geistiger Behinderung und eines speziell auf Menschen mit erworbener Hirnschädigung ausgerichtet ist. Hinzu kommen zwei Wohnhäuser in <a href="Nast%C3%A4tten" title="Nastätten">Nastätten</a> und zwei in <a href="Nassau_(Lahn)" title="Nassau (Lahn)">Nassau</a>. Weitere Wohnhäuser, zum Beispiel in der Kreisstadt Montabaur im Westerwaldkreise, sind geplant.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hintergrund dieser Dezentralisierung ist das gesellschaftliche Modell der <a href="Soziale_Inklusion" title="Soziale Inklusion">Inklusion</a>.
</p><p>Im Zug dieser Neuausrichtung wurde vom Vorstand Anfang 2011 eine Satzungsänderung beschlossen, die die Umbenennung in <i>Stiftung Scheuern</i> zur Folge hatte.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine weitere Satzungsänderung folgte Anfang 2015: An die Stelle des bisherigen Direktors trat der Vorstand, der die Geschäfte der Stiftung Scheuern führt und die Gesamteinrichtung in eigener Verantwortung führt. Der bisherige Vorstand wurde durch einen sieben- bis neunköpfigen <a href="Stiftungsrat" title="Stiftungsrat">Stiftungsrat</a> ersetzt. Dieser ist das oberste <a href="Stiftungsorgan" title="Stiftungsorgan">Stiftungsorgan</a>, das den Vorstand bei seiner Arbeit überwacht, berät und begleitet.
</p><p>Im August 2012 hat die Inklusa <a href="Gemeinn%C3%BCtzige_GmbH" title="Gemeinnützige GmbH">gGmbH</a>, eine hundertprozentige Tochter der Stiftung Scheuern, in der Westerwald-Gemeinde Hillscheid einen zirka 1000 Quadratmeter großen <a href="CAP_(Markt)" title="CAP (Markt)">CAP-Lebensmittelmarkt</a> eröffnet, der unter anderem sechs Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bietet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="„Bescheuert_sein“"><span id=".E2.80.9EBescheuert_sein.E2.80.9C"></span><i>„Bescheuert sein“</i></h2></div>
<p>Der Philologe und Volkskundler <a href="Lutz_R%C3%B6hrich" title="Lutz Röhrich">Lutz Röhrich</a> brachte den Begriff „bescheuert sein“ in Zusammenhang mit den Heimen Scheuern und den dort lebenden geistig behinderten Menschen. Diese Annahme gilt allerdings als unwahrscheinlich. Vermutlich steht der Begriff im Zusammenhang mit einer Schlaghandlung wie dem Ohrfeigen.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Stadt Nassau (Hrsg.): <i>Ursprung und Gestaltung – Geschichte und Geschichten</i>. 1997.</li>
<li>Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation (Hrsg.): <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i>. Klemm&amp;Oelschläger, Ulm 2002, ISBN 978-3-932577-51-2.</li>
<li>Peter Sandner: <i>Verwaltung des Krankenmordes – Der Bezirksverband Nassau im Nationalsozialismus</i>. In: <i>Historische Schriftenreihe des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen – Hochschulschriften</i>. Band 2, Psychosozial-Verlag, Gießen 2003. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lwv-hessen.de/files/266/Sandner_Verwaltung_1_Seite_003-100.pdf">Online-Zugriff</a>, PDF-Datei)</li>
<li>Bernhard Fischer: <i>Heime Scheuern 1963–1987</i>. Heime Scheuern, Montabaur 1987.</li>
<li>Heime Scheuern (Hrsg.): <i>„Vergiss mich nicht und komm …“</i>. 2000.</li>
<li><i>LG Koblenz, 4. Oktober 1948</i>. In: <a href="Justiz_und_NS-Verbrechen" title="Justiz und NS-Verbrechen">Justiz und NS-Verbrechen</a>. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. III, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, <a href="C._F._R%C3%BCter" class="mw-redirect" title="C. F. Rüter">C. F. Rüter</a>. Amsterdam&nbsp;: University Press, 1969, Nr. 88, S. 249–272 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20020302073532/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd088.htm"><i>Mitwirkung am 'Euthanasieprogramm' durch Weiterleitung von Zwischentransporten zur Vernichtung bestimmter Geisteskranker, durch Ausfüllen von Meldebögen und Auflistung arbeitsunfähiger Patienten</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Heime_Scheuern?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Heime Scheuern</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stiftung-scheuern.de/">Website der Stiftung Scheuern</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach Auskunft des Bürgermeisters vom 16. April 2011 hat Scheuern 777 Einwohner, davon 381 in der Stiftung Scheuern</span>
</li>
<li id="cite_note-GBMinScheuern-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-GBMinScheuern_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140602195753/http://www.stiftung-scheuern.de/leben-mit-geistiger-behinderung/">Website der Stiftung Scheuern – Leben mit geistiger Behinderung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. Juni 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Leben mit geistiger Behinderung (Stand: 1. Juni 2014).</span>
</li>
<li id="cite_note-Koppelmann_S._162-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._162_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._162_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 162, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Heime bauen Wohnangebote im ganzen Kreis aus</i> In: Rhein-Lahn-Zeitung vom 22. Juni 2010</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Schlösser, Burgen und Museen im Naturpark Nassau</i> S. 21, Zweckverband Naturpark Nassau</span>
</li>
<li id="cite_note-Koppelmann_S._163-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._163_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._163_6-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 163, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 165, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Fischer <i>Heime Scheuern 1963–1987</i> S. 60, Heime Scheuern 1987</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Martina Schrapper: <i>… 100 Anfragen zum Theil dringlichster Art …</i> In: Christian Schrapper, Dieter Sengling (Hrsg.): <i>Die Idee der Bildbarkeit – 100 Jahre sozialpädagogische Praxis in der Heilerziehungsanstalt Kalmenhof.</i> Juventa Verlag, Weinheim/München 1988.</span>
</li>
<li id="cite_note-Koppelmann_S._164-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._164_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._164_10-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 164, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Sandner <i>Verwaltung des Krankenmordes</i> S. 199</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Sandner <i>Verwaltung des Krankenmordes</i> S. 200</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">82. Jahresbericht vom 17. September 1933 der Heime Scheuern S. 5</span>
</li>
<li id="cite_note-Alles_Kranke_ist_Last-14"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Alles_Kranke_ist_Last_14-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Alles_Kranke_ist_Last_14-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Dokumentation <i>„Alles Kranke ist Last“ Die Kirchen und die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“</i>, von Ernst Klee und Gunnar Petrich (ARD 1988), zu sehen <a rel="nofollow" class="external text" href="https://cripplepride.blogspot.com/2010/10/alles-kranke-ist-last.html">hier</a></span>
</li>
<li id="cite_note-Wery_S._166-15"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Wery_S._166_15-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wery_S._166_15-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 166</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm…</i>S. 43–44</span>
</li>
<li id="cite_note-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44-17"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44_17-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Vergiss_mich_nicht_und_komm_S._44_17-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm</i> S. 44</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm</i> S. 44 – Die Amerikaner waren nervös, da sie zum einen vom Burgberg unter Beschuss geraten waren und es zudem Informationen über SS-Einheiten im Raum Nassau gab.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich</i> S. 85</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm…</i> S. 31 – Die Filme gelten heute als verschollen.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich</i> S. 87</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich</i> S. 89</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich</i> S. 93–94</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Andrea Wery <i>Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich</i> S. 90</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 166, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm…</i> S. 36–37</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vergiss mich nicht und komm…</i> S. 44–45</span>
</li>
<li id="cite_note-Koppelmann_S._167-28"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._167_28-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._167_28-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 167, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Der gemeinsame Grabstein gibt * 18. April 1886 und † 21. Februar 1962 für Karl Todt jun. und * 28. November 1886 und † 2. August 1961 für Marie Todt geb. Schultheis an.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Fischer <i>Heime Scheuern 1963–1987</i> S. 60, Heime Scheuern 1987</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Fischer <i>Heime Scheuern 1963–1987</i> S. 30, Heime Scheuern 1987</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wir-im-nassauer-land.de/?p=11374">Wir im Nassauer Land – Stiftung Scheuern präsentiert sich in neuem Bild</a> vom 25. Februar 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernhard Fischer <i>Heime Scheuern 1963–1987</i> S. 64/65, Heime Scheuern 1987</span>
</li>
<li id="cite_note-Koppelmann_S._168-34"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._168_34-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Koppelmann_S._168_34-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Ein Streifzug durch die Geschichte der Heime Scheuern</i> in <i>Stadt Nassau Ursprung und Gestaltung Geschichte und Geschichten</i> S. 168, Stadt Nassau 1997</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 191</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://starweb.hessen.de/cache/DRS/15/1/01001.pdf">Drucksache 15/1001</a> (PDF; 598&nbsp;kB) des Hessischen Landtags <i>Bericht des Präsidenten des Landtags über das Symposium zur Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betreffend Verfolgung und Vernichtung durch das NS-Regime in Hessen</i> veröffentlicht am 7. März 2000</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 191</span>
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<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 192</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 193/194</span>
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<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 195/196</span>
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<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 196/197</span>
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<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Koppelmann <i>Die Opfer wieder in unsere Mitte nehmen</i> In: <i>Psychiatrie im Dritten Reich – Schwerpunkt Hessen</i> S. 198</span>
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<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rhein-lahn-evangelisch.de/neuigkeiten/meldungen/vor_heimen_scheuern_erinnert_stolperschwelle_an_holocaust-opfer.html"><i>Vor Heimen Scheuern erinnert Stolperschwelle an Holocaust-Opfer</i></a> Mitteilung der Evangelischen Kirche an Rhein und Lahn vom 29. Januar 2011</span>
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<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Information der Evangelischen Kirche an Rhein und Lahn: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rhein-lahn-evangelisch.de/neuigkeiten/meldungen/holocaust-gedenktag_stiftung_scheuern_nennt_karl-todt-haus_um.html"><i>Stiftung Scheuern nennt Karl-Todt-Haus um</i></a>, abgerufen am 28. Januar 2012</span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20121202212501/http://www.ekhn.de/sued-nassau/pm/10/03_17_missbrauch.htm">Stellungnahme des Propstes für Süd-Nassau Rink zu sexuellem Missbrauch an Heranwachsenden durch Pfarrer</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. Dezember 2012 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) vom 17. März 2010</span>
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<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Heime bauen Wohnangebote im ganzen Kreis aus</i> In: Rhein-Lahn-Zeitung vom 12. Juni 2010</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Aus Heimen wird eine Stiftung</i> In: Rhein-Lahn-Zeitung vom 4. Februar 2011</span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://gfds.de/bescheuert/">Gesellschaft für deutsche Sprache – Herkunft von „bescheuert“</a> abgerufen am 16. Juni 2015</span>
</li>
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<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">50.308666</span><span class="longitude">7.790401</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:50.308666,7.790401"><span title="Breitengrad">50°&nbsp;18′&nbsp;31,2″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">7°&nbsp;47′&nbsp;25,4″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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